Virtuelle Realität 3.0
Mit “Matrix” lief 1999 ein Film in den Kinos, welcher zu einem intensiven Meinungsaustausch in diversen Foren im Internet und auch am Stammtisch führte. Neben der optisch Opulenten und technisch hervorragenden Umsetzung bot vor allem die Geschichte Stoff für heftige Debatten. Ist es denkbar, dass wir bereits in einer Virtuellen und fremd gesteuerten Welt Leben ohne es zu merken? Oder könnte dies vielleicht eines Tages möglich sein, eine virtuelle Welt zu erschaffen, welche von der echten nicht mehr zu unterscheiden ist? Ganze neun Jahre sind bereits seit dem erscheinen des Film vergangen und seit dieser Zeit wurde die Virtuelle Realität immer mehr zu einem ganz selbstverständlichen Bestandteil des Lebens vieler Menschen. In “Second Live” tummelten sich alleine anfangs 2007 schon über 3,7 Millionen Menschen regelmässig. Oder wer etwas mehr Action mag und sich lieber in Fantasiewelten aufhält, kann dies gegen einen Obolus zusammen mit über 9 Millionen Menschen in “World of Warcraft” tun. Die Filmindustrie beweist immer wieder auf neue, dass man dank Computerunterstützung eine fast perfekte Illusion erschaffen kann. Computerspiele haben einen noch nie dagewesenen Realitätsgrad erreicht und auch diverse technische Innovationen stehen in den Startlöchern, welche geschickt kombiniert , in Zukunft den Weg für eine “perfekte Simulation” freimachen könnten.
Einen Teil dazu beitragen könnte z.B. das 3D Fernsehen, über welches ich bereits einen Film verlinkt habe. Heute habe ich ausserdem gerade einen Artikel gelesen, welcher die Bemühungen einiger Forscher der Universität von Washington in Seattle aufzeigt, einen Bildschirm in eine Kontaktlinse einzubauen und damit bereits erste Erfolge erzielen konnten. Auf der gleichen Seite fiel mir gleich ein weitere Artikel mit dem Titel “Forscher erzeugen außerkörperliche Erfahrung” ins Auge in dem Beschrieben wird, wie man mit relativ einfachen technischen Mitteln das Körpergefühl beeinflussen kann.
Man stelle sich nun die Möglichkeiten dieser und weiterer Errungenschaften der modernen Wissenschaft vor. Natürlich kann man diese Technik ganz hervorragend im militärischen Bereich nutzen. Jeder Soldat wird mit diesen Linsen ausgestattet, durch die jede erdenkliche Umgebung realistisch Simulieren werden kann. Wüstenkoller? Ein Klick und schon sieht es aus wie im Paradies. Hemmungen auf Menschen zu schiessen? Ein Klick und die Gegner sehen wie riesige Kakerlaken aus. Die Position des Feindes kann satellitengesteuert direkt in die Linse eingeblendet werden und falls eine Landmine einem Soldaten das Bein abreisst, kann dieser die Anleitung zum selber annähen direkt einblenden lassen. Aber auch im privaten Bereich eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten. Die Kinder können während der Schulstunde unbemerkt Fernsehen, die eigene Bruchbude sieht nach wenigen Klicks wie eine mondäne Villa aus, dem Partner kann man in Echtzeit ein anderes Gesicht und/oder Körper verpassen welchen man wie Klingeltöne per SMS runterladen kann und noch realistischere Spiele wären möglich. Das gäbe den Worten von Albert Einstein, “alles ist Relativ”, eine ganz neue Dimension. Jedenfalls kann man schon Heute eine Frage mit ziemlicher Sicherheit beantworten:
“Wird eines Tages mögliche sein, eine virtuelle Welt zu erschaffen, welche von der echten nicht mehr zu unterscheiden ist?”
Ja, die Frage ist nur, was der Mensch daraus machen wird.
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Zumindest sehen sie doof aus, die meisten jedenfalls, ganz egal, was die Werbung suggeriert. Kennen sie die Werbung, in der eine sexy junge Frau wegen einer unmenschlichen Dioktrinstörung in einen Laternenmast latscht und sich eine Beule holt? Sie rennt natürlich sofort zum Optiker und verlässt diesen freudestrahlend mit einer nigelnagelneuen Brille auf der Nase. Ein Herr mittleren Alters fährt auf dem Fahrrad an ihr vorbei und schaut ihr fasziniert nach, worauf er im Graben landet. Ha-ha. Die Werbung möchte suggerieren, dass man auch mit Brille noch sexy aussehen kann doch ich kenne die Wahrheit. Der Radfahrer fuhr aus lauter entsetzten in den Graben! Das ist wie bei einem Unfall auf der Autobahn, da starrt man auch hin obwohl man eigentlich gar nicht möchte.
An Weihnachten, zu Geburtstagen oder natürlich auch einfach mal so mach das Schenken Freude. Mir jedenfalls. Ich gebe mir immer speziell Mühe, ein passendes Geschenk zu finden. So schwierig ist das auch nicht unbedingt wenn man Zuhören kann. Menschen geben oft mehr oder weniger versteckte hinweise auf die Objekte ihrer Begierden, sei es nun ein Parfum oder schöne Ohrringe. Der Trick dabei ist, so zu tun als ob man zugehört, aber 2min später das gesagte wieder vergessen hat. Damit ist die Überraschung des Beschenken beim auspacken umso grösser, weil er einfach nicht damit gerechnet hat, dass die versteckten Andeutungen angekommen sind. Und damit wären wir allerdings bei einem Phänomen angelangt, dass mich immer wieder in erstaunen versetzt. Geschenke werden doch so hübsch und kreativ eingepackt um einerseits beim Auspacken eine gewisse Zerstörungswut zu befriedigen, andererseits, um die Sicht auf den Inhalt zu verdecken, da es ja wie gesagt eine Überraschung sein soll. Für Menschen mit wenig Zeit bieten viele Shops einen Service an, welcher auch ich gerne nutze. Freundliche Verkäufer-innen verpacken gekonnt den Artikel, binden mehr oder weniger kunstvolle Schleifen Drumherum und lassen das Geschenk somit noch prachtvoller erstrahlen. Die Vorfreude des Beschenkten lässt alleine schon beim Anblick das Herz bis zum Hals schlagen, wenn….ja wenn nicht jedes Mal noch zusätzlich ganz zum Schluss so ein Sticker mit dem Logo des Shops und/oder seiner Adresse draufgeklebt würde. Somit ist die Überraschung danach beim Auspacken relativ klein, oder? Wenn “Parfümerie Schlossstrasse” oder “FCZ Fanclub” oben auf der Verpackung steht, kann sich der/die Beschenkte ja denken was drin ist. Wozu verpacke ich es dann überhaupt noch? Wieso wird so mutwillig die Überraschung zerstört? Man bekommt diese Sticker auch extrem schlecht weg, ohne gleich das Geschenkpapier zu beschädigen. Dass muss irgend eine art von Superkleber sein.
Die Lemminge (Lemmini) gehören zu den Nagetieren. Durch einen Film von Walt Disney (White Wilderness) gelangten die Nager 1954 zu zweifelhafter Berühmtheit. Eine gestellte Szene unterstellte den armen Tierchen, welche in Nordeuropa, Nordamerika und Nordasien anzutreffen sind, den zweifelhaften Hang zum Massenselbstmord. Trotzdem hat diese gemeine Verleumdung, welche wohl nie mehr aus den Köpfen zu kriegen ist, auch ihre guten Seiten. Sie war und ist eine nie endende Inspirationsquelle für Comiczeicher, oder wie in diesem konkreten Fall, Anstoß für ein Computerspiel, welches 1991 Weltberühmt wurde. Lemmings