Google bietet mit “Google Trend” seit einiger Zeit einen Service an, der Soziologen, Psychoanalytiker, Geheimdienste, Kirche, schlicht für alle, die von einem besseren Verständnis der Sehnsüchte ihrer Mitmenschen profitieren können, vor Freude Luftsprünge machen lassen sollte.
Wie funktioniert nun der Service? Das Prinzip ist ganz einfach, unter http://www.google.ch/trends gibt man einen Suchbegriff ein und Sekunden später wird angezeigt, wer und wo auf der Welt am meisten nach dem entsprechenden Begriff sucht. Die Auswertung kann auch nur auf ein Land beschränkt werden, also kann z.B. eine rein Schweizerische Rangliste erstellt werden.
Mit diesen Möglichkeiten sind je nach Fantasie des Nutzers ganz verschiedene Auswertungen möglich. Die Onlineausgabe der Gratiszeitung 20min. hat dank diesem Service eine “Landkarte der Perversionen” erstellt, welche z.B. aufzeigt, dass die Süd-Korianer ganz wild auf Sex-Sklaven zu sein scheinen oder die Philippinen Weltweit das grösste Interesse am Kannibalismus zeigen.
Aber wie gesagt, auch länderspezifisch sind interessante Auswertungen möglich, oder wussten sie z.B., dass Schweizweit die Bewohner von Basel-Land am meisten nach Dessous im Internet forschen (Quelle) oder dass sich die Soloturner am meisten für Waffen (Quelle) interessieren? Die Aargauer lechzten nach Wissen (Quelle), liegen gleichzeitig auch bei der Suche nach Viagra auf dem ersten Platz. Warum sich hingegen die St. Galler in der Schweiz am meisten Interesse an Hitler zeigen und ob das vielleicht mit dem kürzlichen Wahlsieg der SVP zu tun hat, weiss ich auch nicht.
Weil es so Spass macht, noch mal zurück zur globalen Ebene: Während die Kolumbianer am häufigsten den Suchbegriff “Religion” eintippen, sind es die Philippinen, welche mehrheitlich nach Atheismus suchen, was sich aber meiner Meinung nach ganz gut mit ihrer Affinität zum Kannibalismus deckt. Weitere interessante Suchen und Schlussfolgerungen überlasse ich nun besser ihnen . Bahnbrechende Erkenntnisse dürfen selbstverständlich hier als Kommentar veröffentlicht und diskutiert werden. Viele Aha! -Momete wünsche ich!
Warum gerade an Feiertagen wie Weihnachten und Ostern blutige Actionfilme am laufenden Band im Fernsehen gezeigt werden, weiss ich auch nicht. Vielleicht liegt es ja daran, dass die Bibel auch voll mit Blut und Action ist, aber vielleicht hat es ja auch ganz andere Gründe. Jedenfalls möchte ich nicht gegen diese Tradition stellen und präsentiere deshalb an dieser Stelle das blutigste und coolste Action-Freeware Spiel dass ich finden konnte: SOLDAT. Zitat von der Homepage des Herstellers:
„Soldat ist ein einzigartiges 2D Action-Spiel. Es vereint das Beste aus Spielen wie Liero, Worms, Quake und Counter-Strike und gibt dir schnelles Action-Gameplay zusammen mit Tonnen von Blut und Gedärmen. Soldaten kämpfen gegeneinander auf 2D Kampfarenen, wobei sie ein tödliches militärisches Waffenarsenal benutzen.“
Ich hoffe, somit im Geiste der Tradition gehandelt zu haben und wünsche euch viel Spass mit diesem Spiel.
Läuft unter: WindowsXP | Linux
Anforderungen: Min. DirectX 8.1 (Win)
Lizenz: Freeware
Besonders cool: Multiplayerfähig, inkl. Mapeditor
Zum kostenlosen Downloads inkl. deutscher Anleitung geht’s hier
Jimmy Kimmel, seines Zeichen Moderator der beliebten US-Amerikanischen Late-Night-Show „Jimmy Kimmel Live“, ist unter anderem bei seinem Publikum bekannt für seine Witze über Matt Damon. Wie das genau zu stande kam, kann hier nachgesehen werden.
Jimmys Freundin, Sarah Silverman, ihres Zeichen ein großer Fan von Matt Damon, beschloss daraufhin, Partei für Matt zu ergreifen und es ihrem Freund für seine fiesen Witze so richtig Heimzuzahlen. Dies natürlich mit tatkräftiger Unterstützung durch, ja genau, Matt Damon. Wie sie sich nun genau gerächt hat, erfahrt ihr, wenn das Video angeht.
Das Jimmy das nicht auf sich sitzen lassen konnte, versteht sich ja von selbst und er schiesst zurück mit allem was er hat und spannt dazu alle ein, die nicht bei 3 auf den Bäumen sind oder ihm noch Geld schulden…ähm ja. Auf jeden Fall ebenfalls ganz köstlich, viel Spass damit:
Nein, gemeint ist nicht der freundliche Exhibitionist von nebenan, sondern ein religionskritisches Kinderbuch, welches in Deutschland für einige Aufregung gesorgt hat und vor kurzem auch in der Schweizer Presse für eine Randnotiz gut war: Wo bitte geht’s zu Gott?, fragte das kleine Ferkel. Ein Buch für alle, die sich nichts vormachen lassen
Der freischaffenden Philosophen und Schriftstellers Dr. Michael Schmidt-Salomon und der Illustrator Helge Nyncke erzählen in dem Buch die Geschichte von einem Ferkel und einem Igel, welche angeregt durch ein Werbeplakat an ihrer Hauswand mit der Aufschrift, “Wer Gott nicht kennt, dem fehlt was”, sich auf die Suche nach Gott machen. Durchaus verständlich, denn welches normale Wesen möchte schon, dass ihm etwas fehlt. Dazu gehen sie für ihr kindliches Alter erstaunlich rational und logisch vor und befragen im laufe der Geschichte gleich mehrere seriöse Quellen des Wissens persönlich, nämlich Geistliche dreier monotheistischer Religionen, des Christentums, des Islams und der Jüdischen Religion und nicht dubiose und unseriöse Quellen wie Google oder Wikipedia. Naiv wie sie jedoch trotzdem sind, “beleidigen” sie jedoch durch “falsche” Fragen jede dieser Religionen und werden jeweils von den erbosten Geistlichen davon gejagt. Während der Igel am Ende des Buches zum Schluss kommt, dass ihm Gott und seine komischen Diener gestohlen bleiben können, sinniert das Ferkel, dass jedem der Gott kennt, eindeutig etwas im Oberstübchen fehlen muss. Das gemeinsame Fazit lautet, auch ohne Gott fehlt uns nichts.
Grund genug für unbekannt, einen Indizierungsantrag auszustellen. Dies wiederum veranlasste den Autor, umgehend eine Rechtfertigung zu verfassen. (An dieser Stelle sein angemerkt, dass direkt nach der Indizierung die Verkaufszahlen des Buchs noch mal kräftig angekurbelt wurden.) Schlussendlich lehnte die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien den Antrag zur Indizierung am 06. März 2008 ab.
In diversen Foren, in den Buchbesprechungen auf Amazon streiten sich nach wie vor die Befürworter und Gegner des religionskritischen Kinderbuches um das dafür und dagegen eines solchigen während aber kaum jemand ein Wort über die unzähligen religionsunkritischen Kinderbücher verliert. Aber vielleicht fehlt der Welt ja einfach ein religionsneutrales Kinderbuch, das alle grossen Weltreligionen (inkl. Agnostizismus und Atheismus bei fast einer Milliarde Anhängern) und deren Entstehen und deren Ansichten neutral vorstellt und zum selbständigen Denken und zu selbständiger Meinungsbildung animiert. Wäre das nicht schön?