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Mit Google die Menschheit analysieren

Trends © Christian SchurterGoogle bietet mit “Google Trend” seit einiger Zeit einen Service an, der Soziologen, Psychoanalytiker, Geheimdienste, Kirche, schlicht für alle, die von einem besseren Verständnis der Sehnsüchte ihrer Mitmenschen profitieren können, vor Freude Luftsprünge machen lassen sollte.

Wie funktioniert nun der Service? Das Prinzip ist ganz einfach, unter http://www.google.ch/trends gibt man einen Suchbegriff ein und Sekunden später wird angezeigt, wer und wo auf der Welt am meisten nach dem entsprechenden Begriff sucht. Die Auswertung kann auch nur auf ein Land beschränkt werden, also kann z.B. eine rein Schweizerische Rangliste erstellt werden.

Mit diesen Möglichkeiten sind je nach Fantasie des Nutzers ganz verschiedene Auswertungen möglich. Die Onlineausgabe der Gratiszeitung 20min. hat dank diesem Service eine “Landkarte der Perversionen” erstellt, welche z.B. aufzeigt, dass die Süd-Korianer ganz wild auf Sex-Sklaven zu sein scheinen oder die Philippinen Weltweit das grösste Interesse am Kannibalismus zeigen.

Aber wie gesagt, auch länderspezifisch sind interessante Auswertungen möglich, oder wussten sie z.B., dass Schweizweit die Bewohner von Basel-Land am meisten nach Dessous im Internet forschen (Quelle) oder dass sich die Soloturner am meisten für Waffen (Quelle) interessieren? Die Aargauer lechzten nach Wissen (Quelle), liegen gleichzeitig auch bei der Suche nach Viagra auf dem ersten Platz. Warum sich hingegen die St. Galler in der Schweiz am meisten Interesse an Hitler zeigen und ob das vielleicht mit dem kürzlichen Wahlsieg der SVP zu tun hat, weiss ich auch nicht.

Weil es so Spass macht, noch mal zurück zur globalen Ebene: Während die Kolumbianer am häufigsten den Suchbegriff “Religion” eintippen, sind es die Philippinen, welche mehrheitlich nach Atheismus suchen, was sich aber meiner Meinung nach ganz gut mit ihrer Affinität zum Kannibalismus deckt. ;-) Weitere interessante Suchen und Schlussfolgerungen überlasse ich nun besser ihnen . Bahnbrechende Erkenntnisse dürfen selbstverständlich hier als Kommentar veröffentlicht und diskutiert werden. Viele Aha! -Momete wünsche ich!  


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