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Archiv für die 'Leben live' Kategorie

Lach mal wieder

(c) Aleksandra P. - http://www.sxc.hu/profile/GiniMiniGi Es wird kaum gelacht auf Schweizer Strassen. In den Fussgängerzonen, in den öffentlichen Verkehrsmitteln oder schlicht, im öffentlichen Raum herrscht der “lass mich in Ruhe, ich bin im Stress” - Gesichtsaudruck vor. Dicht gefolgt von dem “ich bin müde und weit weg in Gedanken”- und dem “ich starre aufdringlich, also bin ich”-Ausdruck. Nur ganz selten sieht man den “ich bin dir freundlich gesinnt und freue mich des Lebens” Gesichtausdruck, einfach dieser eine, der dich selbst zum freundlich gucken bringt. Warum ist das so? Wir leben in einem der reichsten Ländern der Erde, haben die Städte mit der höchsten Lebensqualität und der grössten Sicherheit Weltweit, die besten Stadtpräsidenten, wir haben seit Generationen nicht mehr Krieg gespielt und haben mit Ausnahme von Lybien zur Zeit auch mit niemanden Streit. Völlig bescheuert eigentlich. Also das mit Lybien meine ich jetzt. So eine verzogene Göre, einfach unglaublich, eine bodenlose Frechheit…aber zurück zum Thema. Nur die Japaner leben durchschnittlich noch länger als wir und um unser Gesundheitssystem beneidet uns auch die ganze Welt. Für alle, die es sich leisten können, ist die Schweiz das Urlaubsziel Nr1, nirgendwo ist es schöner, jedenfalls für Touristen und wir haben die ganze Pracht vor der Haustüre. Schon alleine aus diesen Gründen müssten wir eigentliche alle wie dauergrinsende Honigkuchenpferdechen rumrennen. Aber warum tun wir es nicht? Das wäre doch so quasi das Tüpfelchen aufs i, die Sahne auf dem Häubchen, die Butter bei die Fische, das Ying im Yang, der Tiger im Tank oder der Blubb frischer Sahne im Sein. Natürlich wäre es zu Beginn etwas seltsam, wenn man plötzlich von Fremden freundlich angeschaut wird und man hätte vielleicht die Befürchtung, dass man jeden Moment um einen Gefallen gebeten wird, aber ich bin sicher, daran gewöhnt man sich.
Wir können das ändern wenn wir wollten. Wenn jeder ehrenwerte Leser sich vornimmt, nur mindestens drei Menschen pro Tag freundlich anzuschauen und min zwei davon wiederum das Lächeln weitergeben, so gehen nach spätestens 4 Wochen, wenn ich mich nicht verrechnet habe, alle Bewohner auf diesem Planeten mit einem lächeln im Gesicht durchs Leben. Das wäre doch was…wer macht mit?

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Geschrieben von NoToM am Mittwoch 15. Oktober 2008 Dieser Artikel wurde 2,168 mal gelesen.

Erzfeind gesucht!

Erzfeind gesuchtKann man zu Zufrieden sein? Ist zuviel Glück im Leben unerträglich? Braucht es hin und wieder unvorhersehbare Ereignisse, damit man nicht gleich vor lauter Lageweile eingeht? Ja, eindeutig, wenn man dieser Stellenanzeige aus dem Internet glauben schenken darf. (Quelle)
Für alle, die  nicht der englischen Sprache mächtig sind, habe ich mir erlaubt, die Anzeige sinngemäss auf Deutsch zu übersetzten, das englische Original folgt weiter unten.

Ich habe über Wege nachgedacht, mein Leben mit etwas Würze zu versehen. Ich bin 35 Jahre alt, glücklich verheiratet, habe zwei Kinder und eine gute Arbeit in der Versicherungsbranche. Trotzdem vermisse ich etwas. Ich fühle mich älter als ich bin. Ich sehne mich nach einer gewissen Aufregung in meinem Leben bevor es zu spät ist. Ich suche eine Herausforderung, etwas, das wieder Adrenalin in meinen Körper pumpt. Eine art von Sucht wäre schön, oder, um es auf den Punkt zu bringen, ich brauche einen Erzfeind. Ich bin bereit, für einen temporären Erzfeind über die Dauer von sechs Monaten bis zu 350$ zahlen.  Nichts Verrücktes versteht sich.  Klauen sie mir meinen Parkplatz, kippen sie Kaffe über mich, halten sie mich auf, wenn ich es Eilig habe  oder flüstern sie gelegentlich ein “Ahhh, so sehen wir uns also wieder” in mein Ohr. Solche Sachen hald. Hauptsache meine Wachsamkeit wird gefördert. Meine Selbstzufriedenheit ist sonst noch mein Tod. Sie müssen nur zu einem Übel in Serie werden und ein angeborenes Talent für  List und Tücke haben. Senden sie mir eine kurze Bewerbung mit Foto inkl. einer kurzen Begründung, warum gerade sie ein guter Erzfeind wären. Teuflisches lachen und Britischer Akzent bervorzugt.

I’ve been trying to think of ways to spice up my life. I’m 35 years old, happily married with two kids and I have a good job in insurance. But somethings missing. I feel like I’m old before my time. I need to inject some excitement into my daily routine through my arm before its too late. I need a challenge, something to get the adrenaline pumping again. An addiction would be nice, but, in short, I need a nemesis. I’m willing to pay $350 up front for you services as an arch enemy over the next six months. Nothing crazy. Steal my parking space, knock my coffee over, trip me when Im running to catch the BART and occasionaly whisper in my ear, “Ahha, we meet again”. That kind of thing. Just keep me on my toes. Complacency will be the death of me. You need to have an evil streak and be blessed with innate guile and cunning. You should also be adept at inconsicuous pursuit. Evil laugh preferred. Send me a photo and a brief explanation why you would be a good nemesis. British accent preferred.

Die wohl ultimative Gelegenheit, für den Einstieg in das klassische Berufbild “Erzfeind”. Viel Glück.

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Geschrieben von NoToM am Donnerstag 17. Juli 2008 Dieser Artikel wurde 1,704 mal gelesen.

EURO 08 Switzerland/Austria ™®© (usw.…)

Euro08Als Bewohner eines der beiden Gastgeberländer und in anbetracht des kurz bevorstehenden Anpfiffs des Eröffnungsspiel der Fussballeuropameisterschaft 2008, fühle ich mich verpflichtet, ja schon fast irgendwie genötigt, meinen Senf zu dieser Freude spendenden Veranstaltung öffentlich kund zu tun. Brot und Spiele, ein grosser Hochgenuss! Bevor ich das aber mache, ziehe ich sicherheitshalber das richtige Sponsor-T-Shirt an, trinke einen schluck Sponsor-Bier, obwohl ich Bier eigentlich gar nicht mag und vergewissere mich, dass ich mich nicht ohne gültigen Ausweis aus versehen illegal in einer der offiziellen Fanzonen aufhalte. Da ich aber nicht ganz sicher bin, ob ich im nachfolgenden Text nicht doch aus versehen gegen irgend ein Copyright oder sonstige Vorschrift verstosse, bitte ich sie, ab dieser Stelle ganz leise weiter zu lesen…psst…

Für den offiziellen Fernseh-Service-Provider hier in der zu dieser Jahreszeit hinreissend schönen Schweiz stellt die EM08 eine Premiere für die grossflächige Verbreitung des hochauflösenden Bildes dar, kurz HD-TV. Da mein alter Fernseher mir vor kurzen einen Gefallen gemacht hat und abgeraucht ist, kann ich mich nun stolzer Besitzer eines HD kompatiblen TV’s mit einer schon fast unanständigen Bilddiagonalen nennen. Theoretisch könnte ich nun das ganze Fussballspektakel in einer bis anhin nie da gewesenen Bildqualität geniessen. Ich habe gehört, dass selbst das Tränengas auf dem Bildschirm so realistisch wirkt, dass man mitheulen muss und man instinktiv in Deckung geht, wenn die Gummigeschosse über den bildschirm flitzen. Aber eben nur Theoretisch, denn ich bräuchte von meinem HD-Fernseh-Signal-Service-Provider zusätzlich noch eine HD-Signal-Empfangs-und-Entschlüsselungs-Box sowie ein HD-Signal-Taugliches Verbindungskabel von der HD-Signal-Empfangs-und-Entschlüsselungs-Box zum HD kompatiblen TV und das ganze versteht sich, für einen zusätzlichen, HD-Wertschätzenden Obolus, welcher natürlich auch nach der EM regelmässig fällig ist. Deshalb werde ich die Wettkämpfe dieses Mal noch in minderer Qualität geniessen und hoffe, dass gewisse optische Details, die mir somit entgehen, zumindest durch Untertitel oder den Sportkommentator beschrieben werden. Wenigstens brauche ich mich nicht für das schlechte Bild zu schämen, da ich ja alleine vor dem Fernseher sitzen werde, weil mehr als ein Zuschauer pro Fernsehgerät aus finanztechnischen Gründen, so viel ich weiss, durch den Veranstalter verboten wurde, dies aber nur am Rande.

Jetzt folgt aber noch für alle Fussbalbegeisterten, die sich an ihrem Arbeitplatz an illegalen Sportwetten beteiligen, der ultimative Wett-Tipp: Europameister 2008 wird Frankreich, da sie eindeutig  den besten Song am Eurovision Song Kontest 2008 hatten! Im Namen der Schweiz und Österreich wünsche ich hiermit allen Fussballbegeisterten viel Spass bei der Fussballeuropameisterschaft 2008 Switzerland/Austria ™®©

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Geschrieben von NoToM am Dienstag 27. Mai 2008 Dieser Artikel wurde 1,367 mal gelesen.

Wir sind die Roboter

Garten © Christian SchurterDer Frühling ist nun seit einigen Tagen sogar in meiner Ecke der Welt angekommen und beglückt die Nachbarschaft und mich mit Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Das gute Wetter war jedoch abzusehen, denn Vorboten kündeten es wie jedes Jahr lautstark an. Vor gut einer Woche erklang zuerst ganz einsam, danach in Kanons verschmelzend, das nervige Knattern der frisch aus dem Winterschlaf erwachten Rasenmäher die stolz Verkünden: “Elektrische Rasenmäher sind für Umweltschutzluschen!!!“.. ääääh, “Der Frühling ist da.”

Wie in jedem Jahr, sind in den Gärten nun hektische Aktivitäten zu beobachten. Im dem einen
steht ein Papa mit seinem Filius neben dem bezinfressenden, stinkenden Ungetüm und versucht dem aufgeregten Sprössling das Anlassen zu zeigen. Jedoch schafft es der Papa erst nach dem siebzehnten Anlauf und hochrotem Kopf den Motor zu Starten, um gleich danach dem schmächtigen Knaben an seiner Seite mit den Worten: “Siehst du, es ist ganz einfach und jetzt Du!” cool die Reißleine in die Hand zu drücken. In einem anderen Garten kann ein Grossangriff mit chemischen Kampfstoffen, auf die selbst Saddam neidisch wäre, wenn er noch könnte,  auf alle Art von Unkraut beobachtet werden während derweil der Taraxacum sect. Ruderalia, dieser fiese kleine Korblütler, in der Schweiz auch unter schmeichelnden Namen wie Chrottepösche, Säutätsch, Saublueme, Schwiiblueme, Söiblueme, Sunnewirbel, Chetteblueme, Milchblueme, Ramschfädere, Weiefäcke, Buggele, Ziggorie, Hälistock  bekannt, davon denkbar unbeeindruckt überall seine Blüten ins Licht streckt. Schlicht, es wird in einem Anfall von akutem Gruppenzwang geschnitten, gegossen und gehackt, gesprüht, gegraben und verstümmelt, gehegt und gepflegt was das Zeug hält.

So viel ich weiß, rätselt die Wissenschaft noch Heute über den Auslöser dieses gemeinschaftlichen Gartenaktivismus, man munkelt von einer vermehrten Ausschüttung spezieller Gartenbau-Hormone, ausgelöst durch die vermehrte Produktion von Vitamin E, welche wiederum durch den Kontakt frischer Sonnenstrahlen mit der Haut angeregt wird.

Doch ganz egal welche Ursache hinter dieser urzeitlichen Programmierung steckt, ich werde mich dieses Jahr nicht von ihr Knechten lassen, nein, ich nicht, und die Gartenarbeit auf das nötigste beschränken. Ja genau, das werde ich tun. Und jetzt muss ich dringend nach draußen, dieses Unkraut zwischen den Rosenstöcken treibt mich noch zur Weißglut…

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Geschrieben von NoToM am Montag 5. Mai 2008 Dieser Artikel wurde 1,610 mal gelesen.

Ist dies dein Traum vom Leben?

Die Frage © Christian SchurterMit dieser Frage wurde ich Heute unfreiwillig im Zug konfrontiert. Was will der Autor damit sagen? Das dies eine der Fragen ist, über die man hin und wieder nachdenken sollte? Das dies eine der Fragen ist, über die der Autor hin und wieder nachdenkt und das besser funktioniert, wenn er sie öffentlich und ohne Rücksicht auf Verluste visualisiert? Was wird derjenige vom Reinigungsteam denken, wenn er versucht, den Spruch weg zu rubbeln? Um aber auf die Frage zurückzukommen und die Suche nach einer Antwort etwas zu unterstützen, hier einige Zitate, welche in meinen Augen das finden erleichtern könnten:

“Nicht das Beginnen wird belohnt,
sondern einzig und allein das Durchhalten.”

Katharina von Siena

Die größte Entscheidung Deines Lebens liegt darin,
dass Du Dein Leben ändern kannst,
indem Du Deine Geisteshaltung änderst.

Albert Schweitzer

Alle Lebewesen außer den Menschen wissen,
dass der Hauptzweck des Lebens darin besteht,
es zu genießen.
Samuel Butler

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Geschrieben von NoToM am Freitag 4. April 2008 Dieser Artikel wurde 1,565 mal gelesen.