Das fast perfekte Geschenk
An Weihnachten, zu Geburtstagen oder natürlich auch einfach mal so mach das Schenken Freude. Mir jedenfalls. Ich gebe mir immer speziell Mühe, ein passendes Geschenk zu finden. So schwierig ist das auch nicht unbedingt wenn man Zuhören kann. Menschen geben oft mehr oder weniger versteckte hinweise auf die Objekte ihrer Begierden, sei es nun ein Parfum oder schöne Ohrringe. Der Trick dabei ist, so zu tun als ob man zugehört, aber 2min später das gesagte wieder vergessen hat. Damit ist die Überraschung des Beschenken beim auspacken umso grösser, weil er einfach nicht damit gerechnet hat, dass die versteckten Andeutungen angekommen sind. Und damit wären wir allerdings bei einem Phänomen angelangt, dass mich immer wieder in erstaunen versetzt. Geschenke werden doch so hübsch und kreativ eingepackt um einerseits beim Auspacken eine gewisse Zerstörungswut zu befriedigen, andererseits, um die Sicht auf den Inhalt zu verdecken, da es ja wie gesagt eine Überraschung sein soll. Für Menschen mit wenig Zeit bieten viele Shops einen Service an, welcher auch ich gerne nutze. Freundliche Verkäufer-innen verpacken gekonnt den Artikel, binden mehr oder weniger kunstvolle Schleifen Drumherum und lassen das Geschenk somit noch prachtvoller erstrahlen. Die Vorfreude des Beschenkten lässt alleine schon beim Anblick das Herz bis zum Hals schlagen, wenn….ja wenn nicht jedes Mal noch zusätzlich ganz zum Schluss so ein Sticker mit dem Logo des Shops und/oder seiner Adresse draufgeklebt würde. Somit ist die Überraschung danach beim Auspacken relativ klein, oder? Wenn “Parfümerie Schlossstrasse” oder “FCZ Fanclub” oben auf der Verpackung steht, kann sich der/die Beschenkte ja denken was drin ist. Wozu verpacke ich es dann überhaupt noch? Wieso wird so mutwillig die Überraschung zerstört? Man bekommt diese Sticker auch extrem schlecht weg, ohne gleich das Geschenkpapier zu beschädigen. Dass muss irgend eine art von Superkleber sein.
Also für mich doch lieber gleich ohne. Einen Vorschlag hätte ich allerdings noch dazu:
Den Kleber könnte man, wenn es unbedingt sein muss, doch auch innen anbringen, damit der oder die Beschenkte, falls ihr oder ihm das Geschenk wiedererwarten missfällt gleich weiss, wo er es umtauschen kann. Das wäre dann ein wirklicher Mehrwert.
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Ich pendle, also werde ich kontrolliert. Jeden Tag benutze ich die effizienten öffentlichen Verkehrsmittel. Und jeden Tag muss mehrmals beweisen, dass ich für die Benutzung des Verkehrsmittels bezahlt habe in dem ich dem Kontrolleur mein GA (Fahrschein, Ticket) vorweise. Ganz egal, ob ich lese, telefoniere, in der Nase bohre oder sonst etwas Besseres zu tun habe. Man stelle sich vor, ich werde sogar geweckt, falls ich gerade friedlich schlummernd im Zug sitze, nur damit ich kontrolliert werden kann. GEWECKT! Es wird also davon ausgegangen, dass ich ein kleiner diebischer Schwarzfahrer bin, jedenfalls so lange, bis ich meine Unschuld bewiesen habe. Wird im Zweifel nicht normalerweise für den Angeklagten entschieden? Jedenfalls geht mir das auf die Nerven. Mir geht der blöd grinsende oder je nach Typ, der peinlich berührte Kontrolleur auf die Nerven, wenn ich aus meinem seligen schlummern reflexartig aufschrecke. Die schadenfreudigen Gesichter der anderen Passagiere ebenfalls. Nun, wie bei allen Widrigkeiten im Leben kann man jammern oder handeln. Ich bevorzuge letzteres. Für alle Leidensgenossen habe ich ein Plakat zum ausschneiden und umhängen entworfen. Für etwas mehr ungestörten schlaf in öffentlichen Verkehrmitteln. (und etwas mehr Vertrauen). Bediene sich, wer möchte. 
Ich halte mich für relativ resistent gegen alle Art von Propaganda, wie genauso gegen Kitsch und gegen jegliche Doktrinen, welche gegen alle Vernunft und Logik einen Weg in unsere Gehirnwindungen suchen. Trotzdem beschleicht mich jedes Jahr zur Weihnachtszeit eine gewisse innere Ruhe und Freude, welche sich schwer beschreiben lässt. Zum einen liegt es sicherlich daran, dass man sich bewusst mehr Zeit für Familie und Freunde nimmt und das alltägliche Einerlei etwas in den Hintergrund rückt. Zum anderen macht es mir auch grosse Freude, Menschen die ich mag, zu beschenken und mit ihnen einige gesellige Tage zu verbringen. Die Welt ist plötzlich schöner, die Menschen netter, einfach alles scheint irgendwie versöhnlicher zu wirken.