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Archiv für die 'Gedankensplitter' Kategorie

Zeitgeist unter der Lupe

Shoppen mit 1,21 Billionen in der Tasche

Dollar (c) Just4Fun.chZwischen Fussballresultaten und Promischwangerschaften versteckt wurden vor kurzem die weltweiten Rüstungsausgaben 2007  in diversen Medien publiziert. Insgesamt durften die Verantwortlichen 2007 für rund 1,21 Billionen US-Dollar auf Shoppingtour gehen. Zur Veranschaulichung in Zahlen: 1′215′000′000′000.- Wer genau wie viel davon ausgegeben hat, kann ebenfalls nachgelesen werden. Jedoch nicht, was man sonst noch so mit so viel Geld alles anstellen könnte. Tja, alles muss man Selbermachen…
Nun gut, würde wir das Geld gerecht unter jedem Erdenbürger verteilen, bekäme jeder von uns 187.- $ auf die Kralle. Naja, nicht gerade beeindruckend auf den ersten Blick und ausserdem sind wir ja nicht so Egoistisch, sondern möchten das Geld lieber Sinnvoll ausgeben, anstatt davon 7,3 Millionen Ferraris F430 Spider zu kaufen. In sauberes Trinkwasser zu Investieren ist sicherlich nötiger. Laut UNICEF  haben “mehr als eine Milliarde Menschen zu wenig oder gar kein sauberes Trinkwasser zur Verfügung….In den Entwicklungsländern sterben jedes Jahr 1,5 Millionen Kinder unter fünf Jahren an Durchfall, weil sie verschmutztes Wasser getrunken haben.”   und rechnet gleich vor, dass  “Für die Versorgung der Ärmsten mit einfachen Trinkwasser- und Sanitäranlagen müssen bis 2015 jährlich 11,3 Milliarden Dollar aufgebracht werden.”  Insgesamt würden also knapp 100 Milliarden Dollar reichen, um die Menschen Weltweit zumindest rudimentär mit Wasser zu versorgen. Aber dann hätte ich ja noch gut 1,1 Billionen übrig. Nur wohin damit?  Eine bemannte Marsmission für 50 Milliarden würde locker noch drin liegen wie auch das verdoppeln der Weltweiten Entwicklungshilfe auf 250 Milliarden. Mit den restlichen 800 Milliarden könnte man sicherlich noch viele weitere Projekte unterstützen, alleine 260′000 km2 Regenwald könnte damit geschützt werden (Diverse Quellen) oder in der Medizinische Forschung oder bei erneuerbaren Energien für Quantensprünge sorgen. Jedenfalls gäbe es in meinen Augen unzählige und offensichtlich bessere Investitionsmöglichkeiten in die Zukunft als in Kriegsmaterialien. Jemand vielleicht anderer Meinung? Weitere Ideen dürfen gerne als Kommentar verewigt werden.

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Geschrieben von NoToM am Donnerstag 11. September 2008 Dieser Artikel wurde 1,424 mal gelesen.

Erzfeind gesucht!

Erzfeind gesuchtKann man zu Zufrieden sein? Ist zuviel Glück im Leben unerträglich? Braucht es hin und wieder unvorhersehbare Ereignisse, damit man nicht gleich vor lauter Lageweile eingeht? Ja, eindeutig, wenn man dieser Stellenanzeige aus dem Internet glauben schenken darf. (Quelle)
Für alle, die  nicht der englischen Sprache mächtig sind, habe ich mir erlaubt, die Anzeige sinngemäss auf Deutsch zu übersetzten, das englische Original folgt weiter unten.

Ich habe über Wege nachgedacht, mein Leben mit etwas Würze zu versehen. Ich bin 35 Jahre alt, glücklich verheiratet, habe zwei Kinder und eine gute Arbeit in der Versicherungsbranche. Trotzdem vermisse ich etwas. Ich fühle mich älter als ich bin. Ich sehne mich nach einer gewissen Aufregung in meinem Leben bevor es zu spät ist. Ich suche eine Herausforderung, etwas, das wieder Adrenalin in meinen Körper pumpt. Eine art von Sucht wäre schön, oder, um es auf den Punkt zu bringen, ich brauche einen Erzfeind. Ich bin bereit, für einen temporären Erzfeind über die Dauer von sechs Monaten bis zu 350$ zahlen.  Nichts Verrücktes versteht sich.  Klauen sie mir meinen Parkplatz, kippen sie Kaffe über mich, halten sie mich auf, wenn ich es Eilig habe  oder flüstern sie gelegentlich ein “Ahhh, so sehen wir uns also wieder” in mein Ohr. Solche Sachen hald. Hauptsache meine Wachsamkeit wird gefördert. Meine Selbstzufriedenheit ist sonst noch mein Tod. Sie müssen nur zu einem Übel in Serie werden und ein angeborenes Talent für  List und Tücke haben. Senden sie mir eine kurze Bewerbung mit Foto inkl. einer kurzen Begründung, warum gerade sie ein guter Erzfeind wären. Teuflisches lachen und Britischer Akzent bervorzugt.

I’ve been trying to think of ways to spice up my life. I’m 35 years old, happily married with two kids and I have a good job in insurance. But somethings missing. I feel like I’m old before my time. I need to inject some excitement into my daily routine through my arm before its too late. I need a challenge, something to get the adrenaline pumping again. An addiction would be nice, but, in short, I need a nemesis. I’m willing to pay $350 up front for you services as an arch enemy over the next six months. Nothing crazy. Steal my parking space, knock my coffee over, trip me when Im running to catch the BART and occasionaly whisper in my ear, “Ahha, we meet again”. That kind of thing. Just keep me on my toes. Complacency will be the death of me. You need to have an evil streak and be blessed with innate guile and cunning. You should also be adept at inconsicuous pursuit. Evil laugh preferred. Send me a photo and a brief explanation why you would be a good nemesis. British accent preferred.

Die wohl ultimative Gelegenheit, für den Einstieg in das klassische Berufbild “Erzfeind”. Viel Glück.

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Geschrieben von NoToM am Donnerstag 17. Juli 2008 Dieser Artikel wurde 1,704 mal gelesen.

EURO 08 Switzerland/Austria ™®© (usw.…)

Euro08Als Bewohner eines der beiden Gastgeberländer und in anbetracht des kurz bevorstehenden Anpfiffs des Eröffnungsspiel der Fussballeuropameisterschaft 2008, fühle ich mich verpflichtet, ja schon fast irgendwie genötigt, meinen Senf zu dieser Freude spendenden Veranstaltung öffentlich kund zu tun. Brot und Spiele, ein grosser Hochgenuss! Bevor ich das aber mache, ziehe ich sicherheitshalber das richtige Sponsor-T-Shirt an, trinke einen schluck Sponsor-Bier, obwohl ich Bier eigentlich gar nicht mag und vergewissere mich, dass ich mich nicht ohne gültigen Ausweis aus versehen illegal in einer der offiziellen Fanzonen aufhalte. Da ich aber nicht ganz sicher bin, ob ich im nachfolgenden Text nicht doch aus versehen gegen irgend ein Copyright oder sonstige Vorschrift verstosse, bitte ich sie, ab dieser Stelle ganz leise weiter zu lesen…psst…

Für den offiziellen Fernseh-Service-Provider hier in der zu dieser Jahreszeit hinreissend schönen Schweiz stellt die EM08 eine Premiere für die grossflächige Verbreitung des hochauflösenden Bildes dar, kurz HD-TV. Da mein alter Fernseher mir vor kurzen einen Gefallen gemacht hat und abgeraucht ist, kann ich mich nun stolzer Besitzer eines HD kompatiblen TV’s mit einer schon fast unanständigen Bilddiagonalen nennen. Theoretisch könnte ich nun das ganze Fussballspektakel in einer bis anhin nie da gewesenen Bildqualität geniessen. Ich habe gehört, dass selbst das Tränengas auf dem Bildschirm so realistisch wirkt, dass man mitheulen muss und man instinktiv in Deckung geht, wenn die Gummigeschosse über den bildschirm flitzen. Aber eben nur Theoretisch, denn ich bräuchte von meinem HD-Fernseh-Signal-Service-Provider zusätzlich noch eine HD-Signal-Empfangs-und-Entschlüsselungs-Box sowie ein HD-Signal-Taugliches Verbindungskabel von der HD-Signal-Empfangs-und-Entschlüsselungs-Box zum HD kompatiblen TV und das ganze versteht sich, für einen zusätzlichen, HD-Wertschätzenden Obolus, welcher natürlich auch nach der EM regelmässig fällig ist. Deshalb werde ich die Wettkämpfe dieses Mal noch in minderer Qualität geniessen und hoffe, dass gewisse optische Details, die mir somit entgehen, zumindest durch Untertitel oder den Sportkommentator beschrieben werden. Wenigstens brauche ich mich nicht für das schlechte Bild zu schämen, da ich ja alleine vor dem Fernseher sitzen werde, weil mehr als ein Zuschauer pro Fernsehgerät aus finanztechnischen Gründen, so viel ich weiss, durch den Veranstalter verboten wurde, dies aber nur am Rande.

Jetzt folgt aber noch für alle Fussbalbegeisterten, die sich an ihrem Arbeitplatz an illegalen Sportwetten beteiligen, der ultimative Wett-Tipp: Europameister 2008 wird Frankreich, da sie eindeutig  den besten Song am Eurovision Song Kontest 2008 hatten! Im Namen der Schweiz und Österreich wünsche ich hiermit allen Fussballbegeisterten viel Spass bei der Fussballeuropameisterschaft 2008 Switzerland/Austria ™®©

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Geschrieben von NoToM am Dienstag 27. Mai 2008 Dieser Artikel wurde 1,368 mal gelesen.

Wir sind die Roboter

Garten © Christian SchurterDer Frühling ist nun seit einigen Tagen sogar in meiner Ecke der Welt angekommen und beglückt die Nachbarschaft und mich mit Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Das gute Wetter war jedoch abzusehen, denn Vorboten kündeten es wie jedes Jahr lautstark an. Vor gut einer Woche erklang zuerst ganz einsam, danach in Kanons verschmelzend, das nervige Knattern der frisch aus dem Winterschlaf erwachten Rasenmäher die stolz Verkünden: “Elektrische Rasenmäher sind für Umweltschutzluschen!!!“.. ääääh, “Der Frühling ist da.”

Wie in jedem Jahr, sind in den Gärten nun hektische Aktivitäten zu beobachten. Im dem einen
steht ein Papa mit seinem Filius neben dem bezinfressenden, stinkenden Ungetüm und versucht dem aufgeregten Sprössling das Anlassen zu zeigen. Jedoch schafft es der Papa erst nach dem siebzehnten Anlauf und hochrotem Kopf den Motor zu Starten, um gleich danach dem schmächtigen Knaben an seiner Seite mit den Worten: “Siehst du, es ist ganz einfach und jetzt Du!” cool die Reißleine in die Hand zu drücken. In einem anderen Garten kann ein Grossangriff mit chemischen Kampfstoffen, auf die selbst Saddam neidisch wäre, wenn er noch könnte,  auf alle Art von Unkraut beobachtet werden während derweil der Taraxacum sect. Ruderalia, dieser fiese kleine Korblütler, in der Schweiz auch unter schmeichelnden Namen wie Chrottepösche, Säutätsch, Saublueme, Schwiiblueme, Söiblueme, Sunnewirbel, Chetteblueme, Milchblueme, Ramschfädere, Weiefäcke, Buggele, Ziggorie, Hälistock  bekannt, davon denkbar unbeeindruckt überall seine Blüten ins Licht streckt. Schlicht, es wird in einem Anfall von akutem Gruppenzwang geschnitten, gegossen und gehackt, gesprüht, gegraben und verstümmelt, gehegt und gepflegt was das Zeug hält.

So viel ich weiß, rätselt die Wissenschaft noch Heute über den Auslöser dieses gemeinschaftlichen Gartenaktivismus, man munkelt von einer vermehrten Ausschüttung spezieller Gartenbau-Hormone, ausgelöst durch die vermehrte Produktion von Vitamin E, welche wiederum durch den Kontakt frischer Sonnenstrahlen mit der Haut angeregt wird.

Doch ganz egal welche Ursache hinter dieser urzeitlichen Programmierung steckt, ich werde mich dieses Jahr nicht von ihr Knechten lassen, nein, ich nicht, und die Gartenarbeit auf das nötigste beschränken. Ja genau, das werde ich tun. Und jetzt muss ich dringend nach draußen, dieses Unkraut zwischen den Rosenstöcken treibt mich noch zur Weißglut…

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Geschrieben von NoToM am Montag 5. Mai 2008 Dieser Artikel wurde 1,610 mal gelesen.

Hauptsache (keine) Panik!

Antenne © Christian SchurterEin Streifzug durch die Presselandschaft bring mal wieder ganz erstaunliches ans Licht. Die gute Nachricht zuerst, alle Mobilfunk-Strahlen-Paranoiden können durchatmen, die Mobilfunk-Strahlen sind völlig harmlos. Der Verdacht, dass Krebs, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit oder sonstige Kollateralschäden durch Sendemasten verursacht werden, ist völlig unberechtigt. Jedenfalls ist Alex Reichmuth auf Weltwoche.ch aufgrund selektierter Studien davon überzeugt und stellt dies desshalb gleich mal für all die naiven, ungebildeten und naturverklärten Anti-Mobilfunk-Interessengruppen und alle anderen Leichtgläubigen klar. (Siehe hier)
Jetzt kann man, Weltwoche und Alex Reichmuth sei dank, erleichtert weiter spannende Nachrichten aus dem In- und Ausland lesen und eine grosse Sorge endlich begraben, wenn, ja wenn nicht sogleich auf 20min.ch eine durch (rre) generierte Schlagzeile genau das Gegenteil behaupten würde: Neue Studie: Hirntumor durch Handystrahlen?  Der laut Artikel  hoch angesehene und bereits 14 x für seine Studien ausgezeichnete australische Neurochirurg Professor Dr. Vini Khurana untersuchte den Effekt von Handy-Strahlen auf den menschlichen Organismus in mehr als 100 Studien und kommt zum Schluss: «Es ist zu erwarten, dass die Benutzung von Handys eine weitaus grössere gesundheitliche Gefahr für die Bevölkerung mit sich bringt, als etwa das Rauchen oder die Kontamination durch Asbest» Aha.
Dies ist besonders ärgerlich, wenn man bedenkt, dass man ja ohne Probleme mit dem Rauchen aufhören kann und die alltägliche Kontamination mit Aspest eher gering ist, jedoch die Strahlung allgegenwärtig und schlecht umgangen werden kann. Was oder wem soll man nun glauben? Den Studien, die nachweisen, nichts nachweisen zu können oder den Studien, die etwas nachweisen, aber dies unprofessionell? Einem Journalist, der dank seiner fundierten Ausbildung und Erfahrung weiss, welche Quellen fundiert und seriös sind und welche naiv und naturverklärt oder einem vierzehnfach für seine Studien ausgezeichneten Professor-Doktor-Neurochirurg? Oder den Menschen, die schon alleine vom lesen des Worts “Handy” Kopfschmerzen bekommen?
Wenigstens hat das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz hat dazu eine klare und auf Fakten fundierte Meinung:”Da die mögliche von Mobiltelefonen ausgehende Gefahr durch Strahlung nicht abschließend geklärt ist, wird empfohlen, möglichst viele Telefonate mit schnurgebundenen Telefonen durchzuführen.” Mir ist nicht ganz klar, was es für einen präventiven Effekt hat, wenn man nun plötzlich möglichst viel schnurgebunden Telefoniert, denn eigentlich telefoniere ich gar nicht so gern und weiß auch nicht, mit wem ich nun ständig telefonieren soll, aber wenns hilft…

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Geschrieben von NoToM am Montag 7. April 2008 Dieser Artikel wurde 2,475 mal gelesen.